17. Die zweite DEX-Analyse

Wirkung messen, Potenziale erkennen, gezielt weiterentwickeln

Nach dem Go-Live beginnt die Phase, in der sich entscheidet, ob KI nicht nur „eingeführt“, sondern wirklich wirksam geworden ist. Genau dafür wird die DEX-Analyse ein zweites Mal durchgeführt. Sie ist kein formaler Abschluss, sondern ein bewusst gesetzter Messpunkt, um den Zustand nach der Einführung mit dem Ausgangszustand zu vergleichen.

Die erste DEX-Analyse hat den Ist-Zustand vor der KI-Einführung sichtbar gemacht: Prozesse, Informationsflüsse, Engpässe, Reibungsverluste, Wissensabhängigkeiten und Systembrüche. Die zweite DEX-Analyse bildet nun den neuen Ist-Zustand ab – nach der Einführung. Aus diesen beiden Messpunkten entsteht ein belastbarer „Vorher–Nachher“-Vergleich, der nicht auf Gefühl basiert, sondern auf einer strukturierten, nachvollziehbaren Bewertung.

Was passiert in der zweiten DEX-Analyse?

In der zweiten DEX-Analyse betrachten wir erneut die gleichen relevanten Bereiche wie beim ersten Mal – jedoch jetzt unter realen Bedingungen des Live-Betriebs. Wir analysieren, wie sich Prozesse und Arbeitsabläufe verändert haben, wie Wissen genutzt wird, wie sich Kommunikationswege entwickelt haben und wie die Mitarbeitenden das System tatsächlich einsetzen.

Dabei wird nicht nur gemessen, ob etwas schneller geworden ist, sondern auch, ob es stabiler, sicherer und konsistenter abläuft. Ebenso wird betrachtet, wie sich Abhängigkeiten verändert haben, ob Schlüsselpersonen entlastet wurden und ob die Qualität von Entscheidungen, Auskünften und Dokumentation gestiegen ist.

Entscheidend ist: Wir vergleichen nicht „Theorie gegen Theorie“, sondern den realen Zustand vor der Einführung mit dem realen Zustand nach der Einführung.

Warum dieser Schritt so wichtig ist

Viele KI-Projekte enden mit dem Go-Live – und bleiben danach im Ungefähren. Es wird vermutet, dass KI „irgendwie hilft“, aber es bleibt unklar, wie stark der Effekt wirklich ist, wo er entsteht und wo er ausbleibt.

Die zweite DEX-Analyse schafft hier Klarheit. Sie zeigt, welche Verbesserungen tatsächlich erreicht wurden, wo Erwartungen erfüllt wurden und wo noch Lücken bestehen. Dadurch entsteht nicht nur Transparenz, sondern Steuerbarkeit. Sie wissen danach nicht nur, dass KI eingeführt wurde, sondern welchen messbaren Beitrag sie im Alltag wirklich leistet.

Was Sie davon haben

Der Vorher–Nachher-Vergleich macht den Nutzen sichtbar und belegbar. Sie erkennen konkret, welche Prozesse und Bereiche sich verbessert haben und wo die KI die größte Wirkung entfaltet. Das stärkt interne Akzeptanz, unterstützt Management-Entscheidungen und schafft eine verlässliche Grundlage für weitere Investitionen oder Ausbaustufen.

Gleichzeitig ist die zweite DEX-Analyse ein leistungsfähiges Werkzeug zur Weiterentwicklung. Denn sie deckt nicht nur Erfolge auf, sondern auch neue Optimierungsmöglichkeiten: Bereiche, die durch den ersten Ausbau sichtbar geworden sind, neue Engpässe, die sich verschoben haben, oder zusätzliche Wissens- und Prozesspotenziale, die vorher nicht im Fokus standen.

So entsteht ein kontinuierlicher Verbesserungszyklus: Die KI wird weiter besser – genauso wie Ihr Unternehmen. Aus einer einmaligen Einführung wird eine nachhaltige Entwicklung, die sich Schritt für Schritt ausbauen, stabilisieren und optimieren lässt.

Kurz gesagt:

Die zweite DEX-Analyse zeigt nicht nur, was KI gebracht hat. Sie zeigt auch, was als Nächstes möglich ist.